Kompakt Allgemeinmedizin
Lipodystrophie manifestiert sich in einem komplexen klinischen Bild. Die neue Webseite zeigt u. a. auf, dass schon eine gründliche Blick- und Tastdiagnose den Erstverdacht auf die Stoffwechselerkrankung erhärten kann. © 2017 NOVELION THERAPEUTICS]
© 2017 NOVELION THERAPEUTICS
Startseite » Allgemeinmedizin » Endokrine Erkrankungen & Diabetes » Lipo­dys­tro­phie: Seltene Erkran­kung mit vielen Gesich­tern und komplexer Sympto­matik

Lipo­dys­tro­phie: Seltene Erkran­kung mit vielen Gesich­tern und komplexer Sympto­matik

Dass sowohl ein Diabetes mellitus mit hohem Insu­lin­be­darf (> 200 IE), eine schwere Hyper­t­ri­gly­ze­ri­dämie, eine ausge­prägte Hyper­phagie oder auch eine nicht-alko­ho­li­sche Steato­he­pa­titis Ausdruck einer Lipo­dys­tro­phie sein können – all das zeigt die neue Webseite
www.lipodystrophy.eu.

Hier nämlich finden Ärzte, Apotheker und auch Pati­enten ab sofort umfang­reiche Infor­ma­tionen zu dieser seltenen Fett­ge­webs­er­kran­kung, die mit schweren Stoff­wech­sel­ano­ma­lien sowie habi­tu­ellen Auffäl­lig­keiten asso­zi­iert ist. Lipo­dys­tro­phie ist charak­te­ri­siert durch das voll­stän­dige Fehlen des subku­tanen Fett­ge­webes (Gene­ra­li­sierte Lipo­dys­tro­phie, GL) oder aber dessen Mangel in Teil­be­rei­chen des Körpers (Parti­elle Lipo­dys­tro­phie, PL).1 Beide Formen können gene­tisch bedingt oder erworben sein (z. B. durch eine Auto­im­mun­erkran­kung).1 Da das klini­sche Bild sehr hete­rogen ist, werden Pati­enten mit einer Lipo­dys­tro­phie häufig nicht diagnos­ti­ziert. In der Regel dauert es viele Jahre mit unzäh­ligen Arzt­be­su­chen, bis die Pati­enten die rich­tige Diagnose erhalten.

Umso mehr möchte die neue Webseite ein Zeichen setzen und umfas­send über das wenig bekannte Krank­heits­bild berichten und über dessen heutige Therapie und Diagnostik aufklären: Anschau­lich gestal­tete Grafiken erklären die Klas­si­fi­ka­tionen von GL und PL und ihre jewei­ligen Charak­te­ris­tiken sowie die eine Verdachts­dia­gnose erhär­tenden Schlüs­sel­sym­ptome. Es wird von einer Präva­lenz von etwa 1 (GL) bzw. 1,7 (PL) zu einer Million ausge­gangen.2

Behand­lungs­an­sätze, um den Progress aufzu­halten

Lipo­dys­tro­phie ist eine progres­sive, unheil­bare Krank­heit – der Fett­ge­webs­ver­lust ist irrever­sibel.1 Daher fokus­sieren die aktu­ellen auf der Webseite darge­stellten phar­ma­ko­lo­gi­schen Thera­pien auf die mit der äußerst seltenen Erkran­kung asso­zi­ierten schwer­wie­genden meta­bo­li­schen Kompli­ka­tionen. Unter­stüt­zend kommt eine spezi­elle Ernäh­rungs- und Bewe­gungs­the­rapie zum Einsatz.
Ergänzt wird das Infor­ma­ti­ons­an­gebot durch ausge­suchte Links zu Fach- und Pati­en­ten­ge­sell­schaften sowie zu pädia­tri­schen bzw. auf Fett­ge­webs­er­kran­kungen spezia­li­sierten Zentren, in welchen eine adäquate Weiter­ver­sor­gung von Verdachts­pa­ti­enten erfolgen kann. Die neue Webseite ist ab sofort erreichbar unter www.lipodystrophy.eu.

Refe­renzen Text
[1] Brown RJ et al., J Clin Endo­crinol Metab 2016;101(12):4500–4511
[2] Chiquette E et al., Diabetes, Meta­bolic Syndrome and Obesity: Targets and
Therapy 2017;10:375–383

Refe­renzen Screen­shot
[1] Brown et al., The Diagnosis and Manage­ment of Lipo­dys­trophy Syndromes: A Multi-Society Prac­tice Guide­line. J Clin Endo­crinol Metab. 2016; 101: 4500 – 4511.
[2] Handelsman Y, Oral EA, Bloom­garden ZT, et al. The clinical approach to the detec­tion of lipo­dys­trophy – An AACE Consensus State­ment. Endocr Pract 2013;19:107–116.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung von Aege­rion Phar­maceuti­cals